Die 0 Nummer gibt eine Vorschau auf das erste Print & Online Heft von Spurlaut - Wissensmagazin für Jäger von heute

Sauansitz im Waldrevier: Dichtes Laub macht unser Revier im Sommer schon früh dunkel. Zwar reicht das Licht meist für einen sicheren Schuss, aber ohne richtiges Ansprechen bleibt die Kugel oft im Lauf. Diesmal soll ein Wärmebildgerät helfen.

„Wozu Vollmond, wenn wir Schnee haben“, triumphierte Einstein, „Büchsenlicht hätten wir satt!“

„Hier an der Gabelung rechts, hat Schachti gesagt, dann bis zu den Bahnschienen und links runter auf die Wiese, da steht der Hochstand!“ Einstein drückte sein Fernglas vor die Augen und suchte die Kanzel, auf der er sich ansetzen sollte, um Rehwild zu strecken.

Kurze Info an Einstein, dass wir nichts gefunden hätten, morgen nachsuchen würden und Schachti mich auf einen Radler mit nach Hause nähme. „Um ein Uhr hole ich dich ab!“ „Vielleicht sollte Einstein etwas länger sitzen“, überlegte Schachti laut, „die Sauen, auf die du geschossen hast, könnten bei ihm auftauchen!“ Ich verabschiedete mich von ihm, um in unser Domizil zu fahren und die nächsten Stunden über mein Versagen nachzugrübeln. Der Dorfkrug gehört Peter und seiner...

Bereits um 21 Uhr sitze ich in meiner ebenerdigen Kanzel und blicke auf die mondbeschienene Wiese. Hinter ihr der Hochwald, keine achtzig Meter entfernt. Dieses Mal habe ich den Gewehrriemen sofort abgehakt. Ob sie wieder kommen, wie gestern Nacht, frage ich mich zweifelnd. Neben mir auf einem extra Stuhl, in eine Wolldecke gehüllt, Flöchen, die zum dritten Mal in dieser geschlossenen Kanzel an ‚Adams Wiese‘ auf jagdliche Erfolge ihres Herrchens wartet. Vorsorgend lege ich eine Wolldecke...

„Drei Überläufer haben hier gerade angefangen, die Wiese umzudrehen“, erklärte Schachti, „sie haben plötzlich aufgehört und sind hier fluchtartig über den Graben gesprungen. Etwas muss sie aufgescheucht haben!“ Genauso war es: Gegen halb eins sehe ich zufällig durch das Fernglas drei Schatten, kaum als Sauen erkenntlich, der Vollmond wird von Wolken überdeckt, kein gutes Büchsenlicht. Mach schnell, sonst sind sie weg, hämmert mein Verstand. Aufgescheucht greife ich meine neben...

„Wir waren vier Schützen und haben drei Keiler von 110, 100 und 70 kg geschossen. Dazu einen Marderhund und einen Dachs!“ Diese WhatsApp von Schachti elektrisierte uns. Wir machten uns morgens um 5.00 Uhr auf den Weg, als folgende Nachricht kam: „Samstag geht es weiter bis Sonntagabend. Ihr seid gern gesehene Gäste!“ Aufgrund glücklicher Umstände hat meine Frau uns einen gebrauchten Geländewagen kaufen können, mit dem wir die nächsten Jahre zum Jagen fahren werden. Um halb Neun...

Um 23.30 Uhr blickte der Vollmond durch die Wolken. Schlagartig erhellte sich die Wiese vor mir. Ein schwarzer Körper kam von rechts. Zack, Fernglas vor die Augen, junger Keiler, Waffe in den Anschlag, Blick durchs Zielfernrohr, Tier im Fadenkreuz, zeigt mir seinen Hintern, weg ist er ...

Auf der Rückfahrt von Knesebeck nach Celle. Nebenstrecke. An fast jedem Waldweg, der rechts oder links von der Straße abzweigte, ein Wohnwagen, manchmal mit einer roten Laterne oder blauer Leuchtröhre. Auf der Hinfahrt hatten wir sie bereits bemerkt. Ich habe mir nur meinen Teil gedacht; Einstein hatte geschwiegen. Ich fuhr. Da ich unbedingt für ‚kleine Männer‘ auf einem Seitenweg anhalten wollte, jeder Seitenweg aber besetzt war, befahl ich: „Ruhe da unten!“ Plötzlich links ein...

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