Steiner Nighthunter in der Praxis

Das Steiner Nighthunter im Praxistest

Auf einerSchwarzwildansitzjagd in den Karpaten testeten wir das Steiner Nightunter 8*56. Die Bedingungen für diesen Test waren optimal denn es herrschte schmuddeliges Wetter mit diffusem Licht. Steiner fertigt das Nighthunter in althergebrachter Porroform um eine hohe Lichttransmission zu erreichen.

Es werden zwei Prismensegmente verbaut welche mittels einer Totalreflektion das betrachtete Objekt aufrichten um es dann um 180 Grad pro Prisma umzulenken. Einfallendes Licht wird reflektiert und anders als bei günstigen Dachkantprismen geht durch die dort benötigten Spiegelungen kein Licht verloren. Das durch das 56er Objektiv einfallende Licht wird so optimal genutzt und das Nighthunter eignet sich deshalb besonders als Ansitzglas für die Nacht. Eine Focussierung über einen üblichen Mitteltrieb entfällt. Die Objektive sind versetzt zu den Okularen verbaut und die Focussierung wird am Okular geregelt.

Im Regelfall ist diese Einstellung nur einmal vorzunehmen und ein Nachfocussieren ist anschließend überflüssig. Durch diese Grundeinstellung erhält man ein scharfes Bild auch auf verschiedene Entfernungen. Nur wenn man einen einzelnen Punkt noch schärfer betrachten will ist das Steiner bauartedingt ein wenig im Nachteil. Im praktischem Jagdbetrieb ist dies für uns jedoch kein großer Minuspunkt. Der Vorteil eines Porro ist die Möglichkeit schnell ein klares, sehr plastisches Bild zu erhalten ohne weitere Einstellungen vornehmen zu müssen. Eine Benutzung des Glases ist daher auch mit nur einer Hand gut möglich. Das Nighthunter ist ein wenig klobig jedoch spielt dies für ein typisches Ansitzglas keine Rolle. Für den Nachtansitz sind die mitgelieferten Leuchtpunkte (Lumiclips), welche anstelle der Objektivschutzkappen eingeclickt werden können ein gutes Hilfsmittel um das Glas auch in tiefster Dunkelheit gleich bei der Hand zu haben. Durch das Porroglas erkennt man kontrastreich einzelne Details der Fläche und Umrisse sind auch an den Bildrändern scharf zu erkennen.

Die von uns selbst im Werk gemessene Lichttransmission von 97% kam uns bei dieser Jagd zugute. Dichte Wolken hingen vor dem aufgehendem Mond als ein Keiler im Schatten der Bäume austrat. Trotz der schlechten Lichtverhältnisse liess sich der Schwarzkittel gut ansprechen und unmittelbar darauf lag der Leuchtpunkt des Steiner Ranger Zielfernrohrs auf dem Blatt.

Die Reinigung des Fernglases ist auch nach dem Einsatz im Matsch ein Kinderspiel. Die gut verarbeitete Gummierung lässt sich leicht reinigen und die Glasflächen sind durch Objektiv bzw. Okularschutzkappen und eine Nanoversiegelung geschützt.

Fazit

Das Steiner Nighthunter 8*56 ist für die Ansitzjagd bei Nacht definitiv eine Empfehlung wert und dies nicht nur wegen des im Vergleich günstigen Preises von unter 1000,00 €.


Das Ganze Jagdabenteuer rund um den Optik Test könnt ihr in Karpaten bei Nacht miterleben.